"Die Geschichte der modernen Raketenentwicklung ist in Deutschland geschrieben worden."

Diese Worte eines Schweizer Raketenexperten, kurz nach dem 2. Weltkrieg, sagen eigentlich schon alles über die deutsche Raketenentwicklung bis 1945 aus.
Die Raketen- und Lenkwaffen-Grundlagenforschung begann in Deutschland schon relativ früh. Bereits 1910 legte Prof. Hermann Oberth den Grundstein zu seinen umfangreichen Forschungen über den Rückstoßantrieb. 1923 erschien sein Manuskript über "Die Rakete zu den Planetenräumen", das als Grundlage der modernen Flüssigkeitsrakete überhaupt angesehen werden kann. Es ist allerdings verwunderlich, daß dieses Genie für die gesamte deutsche Raketenentwicklung kaum in Anspruch genommen wurde. Ein weiterer profilierter Kopf der Raketentechnik wurde damals Dr.-Ing. Eugen Sänger, der 1926 mit seinen grundlegenden Arbeiten begann. 1933 erschien sein bis heute grundlegendes Werk "Raketenflugtechnik". 1936 wurde er zum Deutschen Institut für Luftfahrtforschung nach Berlin-Adlershof berufen. Später arbeitete er auch als Leiter des Raketenflugtechnischen Forschungsinstitut in Trauen. Seine weitere Tätigkeit bestand darin, grundlegende praktische Versuche über Staustrahltriebwerke zu führen.

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