Die Ursprünge der Funkmeßtechnik, auch Radartechnik genannt, reichen bis ins Jahr 1900 zurück. (Das Wort "Radar" ist eine Wortschöpfung aus der englischen Bezeichnung "Radio Detection and Ranging", was frei übersetzt etwa heißt: Auffassung und Entfernungsmessung mit Hilfe des Funks.)
Zu dieser Zeit griff der Student Christian Hülsmeyer in Bremen die Entdeckung des Physikers Heinrich Hertz auf, der an der Karlsruher Universität gelehrt hatte und dort 1887 durch Versuche nachwies, daß um einen Funkeninduktor als Sender ein Feld von elektromagnetischen Wellen entsteht. Diese werden von Metallflächen wie Lichtstrahlen von einem Spiegel reflektiert. Diese Echowirkung elektrischer Wellen versuchte Hülsmeyer zu nutzen, um für die Schiffahrt ein Gerät zu entwickeln, das bei unsichtigem Wetter vor Kollisionen warnen sollte. Mit einem selbstgebauten Rückstrahlgerät demonstrierte er auf dem Rhein bei Düsseldorf die Reflexion elektrischer Wellen von Schiffswänden. Die Zeit war aber für diese Erfindung noch nicht reif, denn die Reeder erkannten nicht den Unterschied zwischen Nachrichtenübermittlung und der Funkortung.
Erst Mitte der 30er Jahre wurden einige Versuche durchgeführt, die von Vertretern der Marine bzw. der Luftwaffe Beachtung fanden und mit eher bescheidenen Entwicklungsgelder gestützt wurden.

Bodenfunkmeßgeräte
(Geräte der Flak zur Luftabwehr, Jägerleitgeräte und Flugmeldegeräte der Luftaufklärung)